Solidarität in Krisen: CADUS e.V. über Hilfe in Kriegsgebieten und Resilienz zuhause
Shownotes
Wenn klassische Hilfsorganisationen abziehen, bleibt CADUS dennoch vor Ort. In dieser Folge spreche ich mit Anna-Lea Göhl, Leiterin Training und Education bei CADUS e.V., über medizinische Evakuierungen an der Ukraine Front, selbstgebaute mobile Krankenhäuser und die Frage: Was lernen wir in Kriegsgebieten und wie übertragen wir das auf unser Leben hier?
Zu Gast ist Anna-Lea Göhl, die bei CADUS Trainings koordiniert, Einsatzkräfte auf Krisengebiete vorbereitet und das Wellbeing-Projekt leitet. Sie erklärt, warum CADUS dorthin geht, wo andere aufhören, wie LARP zum Einsatztraining wird und warum Solidarität keine Frage von Links oder Rechts ist.
In dieser Folge:
- Nordirak, Gaza, Ukraine, Sudan: Wie CADUS arbeitet und wen sie suchen
- HEAT-Trainings mit LARP: Wie Einsatzkräfte auf Extremsituationen vorbereitet werden
- Desinformation im Kriegsgebiet: Was das für Hilfsorganisationen bedeutet
- SoliPrepping: Was Rojava uns über Blutgruppen und Briefkästen beibringen kann
- Rechte Resilienz-Netzwerke vs. demokratische Community Resilience – wer ist schneller?
Die nächste Folge: Hitzeforschung und Hormonhaushalt: Bereiten sich Männer und Frauen unterschiedlich auf Hitzeereignisse vor?
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Transkript anzeigen
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Temperatur und Taktik, dem Podcast in dem wir darüber sprechen wie ein gutes Leben auch während Krisen möglich ist.
00:00:13: Mein Name ist Andrea Nagoyns.
00:00:14: ich bin Ärztin und Beraterin für gesundheitsbezogene Klimaanpassung und beschäftige mich außerdem mit allen Krisen die so auf uns zukommen und wie wir damit bestmöglich umgehen.
00:00:26: heute habe ich eine Gäste, auf die ich mich wahnsinnig freue.
00:00:30: Ich bin nämlich bei KADUS EV zu Gast und KADOS EV kenne ich oder habe ich das erste Mal von gehört vor zehn Jahren ungefähr als mein geschätzter Kollege Lutz mit dem ich im Unfallkrankenhaus in Berlin in der Anästhesie zusammengearbeitet habe mir erzählt hat dass sein bester Freund einer NGO gründete Ja, Transporter umbaut und mit denen einfach jetzt mal in Irak fahren wird.
00:00:54: Weil jemand muss es ja tun!
00:00:55: Und daraus ist jetzt was richtig großes geworden und das finde ich total abgefahren und freue mich sehr dass du da bist lieber Anna Lea.
00:01:01: Anna Leagül ist Leiterin Training & Education und koordiniertes Well-Being Projekt hier bei KADUS.
00:01:08: Vielleicht hört ihr im Hintergrund ein bisschen Rauschen.
00:01:10: wir sitzen hier in Berlin Das ist das Kreuzberg Friedrichshain an der Spree unter der S-Bahn.
00:01:16: Ihr werdet's ab und zu mal rauschen hören.
00:01:17: das tut mir leid Aber jetzt zurück zu dir.
00:01:19: Hallo, Anna Lea.
00:01:20: Hallo,
00:01:20: Andrea.
00:01:21: Danke dir!
00:01:22: Willst du einmal sagen... Also was führt dich denn dazu jetzt hier zu arbeiten?
00:01:26: Und genau wer bist du eigentlich?
00:01:27: Ja vielen Dank.
00:01:28: Genau ich bin Anna Leer und ich leite wie du gesagt hast das Training Education Department bei CARDUS und Koordinator in Berlin Bereich.
00:01:35: kurz zu CARDOS.
00:01:37: Wie du schon gesagt hast hat sich CARDAS mittlerweile vor elf Jahren gegründet und ist dann mit einem sogenannten Mobile Hospital also einem selbst gebauten mobilen Krankenhaus im medizinischen Hilfe zu leisten, wurde Faktor dann wahrscheinlich auch schon über Jahre gar keine mehr stattgefunden hat und die um vor Ort zu unterstützen.
00:01:56: Und ja, die Ideen wurden weitergesponnen und Kardus hat mittlerweile arbeitet seit elf Jahren aktiv in Kriegsgebieten.
00:02:03: momentan sind wir in der Ukraine seit Februar seit März zwanzig sogar auch schon seit der Vollinversion.
00:02:09: Wir sind seit Februär vierundzwanzig in Gaza und seit Januar diesen Jahres sind wir auch im Sudan.
00:02:18: und technische Notfallhilfe, aber auch eben den Bereich Trainings.
00:02:22: Deswegen komme ich so ein bisschen ins Spiel.
00:02:23: Wir haben eigentlich seit der Gründung von KADUS immer dafür gesorgt dass wir vor Ort auch wissen weitergeben beziehungsweise auch Wissen mitbringen aus den Einsätzen und haben quasi als dritte Säule neben medizinisch-technisch immer diesen Trainingsbereich gehabt.
00:02:39: Medizinische Trainings, technische Trainins und sind jetzt aber auch ganz aktiv dabei psychosoziale Trainings also psychosoziale Vorbereitungstraining zu entwickeln und dann auch für unsere Einsatzkräfte aufzubereiten.
00:02:51: Und das ist so ein bisschen meine Arbeit bei KADUS, ich koordiniere sowohl die Trainings im Infield, die auch entwickelt werden von Mitarbeiterinnen von uns aber auch viel von Volontiers, die uns zuarbeiten, die für uns Trainingsprojekte aufbereiten und dann teilweise diese Trainings selber umsetzen in den verschiedenen Einsatzorten.
00:03:08: Aber hier vor Ort sind wir gerade dabei also in Berlin In einem kleinen Team eine Art KADU Academy müssen wir noch nicht aufzubauen, weil wir auch das Gefühl haben dass das ganze Wissen was wir aus unseren Einsätzen haben immer so ein bisschen verschwindet wenn wir nichts damit machen.
00:03:23: und unsere Idee ist momentan das wissen wirklich so aufzubereiten und zu digitalisieren.
00:03:28: Dass wir es möglichst vielen Menschen zugänglich machen.
00:03:31: dafür bereiten wir gerade eine online Lernplattform vor wo dann wirklich zu verschiedenen Themen Trainings- und Fortbildungen Open Source angeboten werden sollen.
00:03:40: Das
00:03:40: ist ja super viel!
00:03:41: Das werden wir jetzt alles auftröseln.
00:03:42: aber ihr seht schon die Akadus Es ist einfach ein abgefahrener Verein, ich kann es nicht anders sagen.
00:03:47: Ich erzähle euch vielleicht mal kurz wo wir hier sind.
00:03:50: Ja?
00:03:50: Ich habe ja gerade schon gesagt, wir sitzen unter der S-Bahn.
00:03:52: Wer ab und zu in Berlin so einen S-Pan fährt, wenn man vom Osten statt einwärts fährt sieht man auf der rechten Seite irgendwann eine Brache kurz vor der Janowitzbrücke und da stehen die Kados Autos, da kann man sich von oben angucken.
00:04:03: Da sind wir grade und hier unter dieser S-bahn gibt's verschiedene Werkstätten.
00:04:08: Analea hat mir hier gerade alles gezeigt Attrappen von Minen und Bomben.
00:04:15: Babies, verletzte und verbrannte Babys die man intubieren kann und ganz viel technisches Zeug.
00:04:20: aber es ist jetzt... Es sieht alles so ein bisschen ja wie soll ich sagen prototypischer aus.
00:04:25: also man sieht hier richtig das wird hier einfach live gebaut Und man kann eigentlich zugucken.
00:04:32: Es ist abgefahren, ich kann mich empfehlen, hier zu kommen aber du hast gesagt ihr müsst umziehen?
00:04:36: Genau wir suchen aktuell nach einem neuen Standort weil wir auch sehr gewachsen sind was natürlich ein bisschen die Folge der ganzen Krisen und Kriege dieser Welt mit sich bringt und weil wir gute Arbeit machen das auf jeden Fall auch genau.
00:04:48: Wir brauchen mehr Platz und am Holzmarkt sollen noch mehr gentrifiziert werden und dementsprechend werden wir hier früher später die Tore schließen müssen.
00:04:56: leider sind wir jetzt schon hier an der Spree am Holzmarkt und haben ja auch wirklich unseren Makerspace, in dem wie du schon gesagt hast, in den wir unsere Prototypen bauen.
00:05:07: Nach wie vor hängen wir unheimlich an diesen DIY-Gedanken und in diesem Open Source Ideen und wollen das weiter fortführen weil wir einfach glauben dass das unheimliche sinnvoll ist weiterhin dafür zu sorgen dass Zugänge zur technischen und medizinischen Material irgendwie möglicher gemacht werden muss auch wenn finanzielle Mittel nicht zur Verfügung sind in den Kriegs- und Krisengebieten, dass Menschen sehr wenig haben.
00:05:30: Und da versuchen wir immer mit guten Ideen und natürlich auch ethischen Ansprüchen an Angebote zu machen und zumindest Ideen in die Länder auch zu bringen um Dinge selbstzubauen,
00:05:40: selbstzutun.".
00:05:41: Was genau?
00:05:41: Also du hast es jetzt schon gesagt ne ihr fahrt ja eigentlich dahin wo's richtig weh tut.
00:05:45: ne Nord Irak wo es schon lange quasi keine Versorgung mehr gab.
00:05:48: Gaza da haben sich ja die anderen Hilfsorganisationen eher verabschiedet in letzter Zeit Ukraine so dann also keine Ahnung.
00:05:54: für mich klingt das halt so wie da was richtig wehtut.
00:05:57: Was macht ihr denn da vor Ort?
00:05:59: Es hat sich leider so entwickelt, dass Carlos in diese Kriegsgebiete gegangen ist.
00:06:06: Die ursprüngliche Idee war ja mal den Katastrophenschutz zu gehen und mit innovativen Ideen reinzugehen, kurz zur Geschichte.
00:06:12: Wir sind aus dem subkulturellen Spektrum.
00:06:15: Also wir sind gegründet im Backstage der Fusion diesen großen Festival, was immer ein Lärz stattfindet.
00:06:21: Da war die Idee zu sagen, was wir hier an Infrastruktur schaffen können aus dem Nichts, quasi aus den Bodenstelle stemmen an Strom und Wasserversorgung.
00:06:30: An Technik, an Müllentsorgung, an medizinischer Versorgung
00:06:34: etc.,
00:06:34: das müsste doch übertragbar sein.
00:06:37: Und wir sind doch eine unheimlich große Szene mit unheimlicher viel Wissen, unheimliche Skills.
00:06:41: Das muss doch irgendwie auch an anderen Orten möglich sein.
00:06:44: Es ist so ein bisschen die Gründungsidee gewesen und dann ist es relativ schnell passiert dass wir in diese Nische Kriegsgebiete gerutscht sind und da mittlerweile auch in Deutschland wirklich als Expertin gelten.
00:06:55: also werden auch befragt, dann vom Auswärtigen Abend von RKI zu gewissen Situationen dann on-ground.
00:07:01: Weil wir einfach die Leute sind, die die meisten Erfahrungen in diesen Gebieten haben und die natürlich auch gerne weitergeben, in der Hoffnung dass sich Dinge auch ändern vor.
00:07:10: Und das ist ja so.
00:07:11: also ich war mal eine Zeit lang kurz davor mit Drs.
00:07:13: Wissertbauer, dass er jetzt so ohne Grenzen in den Einsatz zu gehen.
00:07:17: Das ist dann aus verschiedenen Gründen nicht passiert.
00:07:18: aber Das sind ja schon auch Gebiete, wo Erzso ohne Grenzen dann weggegangen ist.
00:07:22: Was unterscheidet euch das?
00:07:24: Auch mit dem Argument ist es jetzt zu gefährlich und ihr macht das aber trotzdem!
00:07:27: Ich weiß gar nicht was genau die Grenzen bei Erzo ohne Grenze sind.
00:07:32: Ich glaube etwas bei uns einfach und ganz wichtig ist wir schauen schon sehr.
00:07:36: also wir haben eine sehr gute Safety and Security.
00:07:38: Wir haben hier ein Department, die wirklich nichts anderes machen ausserzuschauen.
00:07:42: Wie können wir den Einsatz so sicher wie möglich gestalten in Ukraine, Sudan oder auch in Gaza Und gleichzeitig wo wir auch so ein bisschen reingerutscht sind.
00:07:51: Wir machen medizinische Evakuierungen, das heißt, wir bringen Schwerverletzte von der Front zum Beispiel in der Ukraine und bringen die dann in umliegende Krankenhäuser.
00:07:59: Und dazu braucht es natürlich spezialisierte Ärztinnen-Medizineren, die wirklich diese Notfallversorgung mit Beatmung intubieren
00:08:05: etc.,
00:08:07: können.
00:08:07: Deswegen haben wir eine andere Ausschreibung.
00:08:10: Also wir suchen etwa einen wenig anderen Leute als vielleicht bei MSF oder Mediziner ohne Grenzen.
00:08:16: aber wir machen ja ganz viele andere Geschichten wie wie halt diesen technischen Aufbau, wie halt Trainings die wir anbieten.
00:08:21: Dementsprechend schauen wir auch immer was vor Ort gerade auch überhaupt möglich ist.
00:08:25: in Gaza dürfen wir mittlerweile ja zum Beispiel auch Schwerverletzte aus Gaza evakuieren.
00:08:29: mit diesem Mediwax im Sudan beispielsweise sind wir noch gar nicht so richtig drin in der medizinischen Versorgung.
00:08:35: da sind wir grade eher im Fokus mit Fokus auf Trainings dass wir Menschen vor Ort ausbilden medizinisch-technisch.
00:08:41: dort geben wir auch gerade Trainings zu Wasserfiltern zB aber auch erste Hilfekurse Und dementsprechend müssen wir auch immer so ein bisschen schauen, was funktioniert gerade vor Ort und bringen wir quasi das richtige Know-how mit den richtigen Menschen mit.
00:08:54: Aber dadurch unterscheiden wir uns einfach auch!
00:08:56: von MSF und manche anderen Organisationen, weil wir ein breites Spektrum haben.
00:09:00: Aber auch gewisse Spezialisierungen und Qualifikationen die so gar nicht viel vorhanden sind.
00:09:06: Und wie viele Leute sind das aktuell?
00:09:08: Das ist ganz unterschiedlich!
00:09:09: In Gaza müssen wir natürlich immer schauen, wie viele leute können wir rein- und wieder rausbringen.
00:09:14: Das sind ja sehr spezielle Regelung, die wird mit der israelischen Regierung auch genau absprechen müssen.
00:09:20: Ich glaube da sind wir gerade um die zehn internationalen aber haben auch immer – und das ist vielleicht auch noch mal wichtiger Punkt haben auch immer lokale Angestellte, sowohl als Fahrerinnen aber auch medizinisches Personal oder technisches Personal.
00:09:31: Weil das natürlich zum einen ganz viel Wissen mitbringt und zum anderen natürlich auch schön ist, mit den Leuten vor Ort in Kontakt zu gehen und wirklich auch zu schauen wo braucht es gerade welche Unterstützung?
00:09:41: Und was macht hier überhaupt Sinn?
00:09:42: Das können wir natürlich als Leute die von auswärts kommen oft gar nicht so einschätzen wie dann die Menschen vor Ort.
00:09:48: Du hast jetzt gesagt ihr braucht da ganz spezielle Fähigkeiten und genau ihr trainiert ja auch die Menschen.
00:09:53: Wie wird man denn also wenn ich ich bei euch melde und sage, ich möchte jetzt gerne mal nach Gaza fahren.
00:09:58: Was passiert denn dann?
00:09:59: Wir haben Ausschreibungen.
00:10:00: Wir haben gewisse Rollen, die wir in Gaza quasi für Menschen haben, die für uns den Einsatz gehen möchten.
00:10:05: Im medizinischen Bereich achten wir sehr genau darauf was Erfahrungen, was für Wortbildung und was für Wissen mitgebracht wird weil wir da natürlich auch diese ethischen Ansprüche maximal erfüllen wollen.
00:10:15: Und wir haben aber auch Möglichkeiten für Nichtmedizinerinnen.
00:10:17: Wir hatten Menschen aus der IT schon im INGASA im Einsatz gehabt, die vor Ort dann auch unheimlich viel an Strukturen schaffen können damit wir auch Kommunikation oder auch so etwas wie Mappings Roadkarten entwickeln können, damit wir dort die Evakuierung im Zweifel-Zweifel vielleicht auch mal ohne Internetzugang durchziehen können.
00:10:34: Wir haben immer Handwerkerinnen vor Ort weil natürlich immer auch viel spontan kaputt geht und es ist immer gut es dann Menschen dazu haben, die sich schnell innovative Lösungen überlegen.
00:10:44: Wir hatten das zum Beispiel im Nordirak.
00:10:46: dass Sauerstoffflaschen und die Aufsätze zu den Schläuchen nicht miteinander kompatibel waren kam aus verschiedenen Ländern.
00:10:52: man hat ja so sein Standardequipment dabei als europäische
00:10:55: Organisation Viele verschiedene Hersteller von vielen verschiedenen Dingen.
00:11:00: Ganz genau und in Seuchmomenten ist es natürlich super, Menschen vor Ort zu haben die schnell technische Lösung finden und deswegen gucken wir auch immer dass wir ein breites Spektrum an Menschen mit verschiedenen Backgrounds in die Einsätze schicken, wenn es möglich ist.
00:11:14: Ja und die melden sich jetzt also?
00:11:15: Und dann dürfen sie da einfach hin oder müssen alle durch ein Training durch?
00:11:18: Die müssen allen durch einen Training durch!
00:11:20: Und kriegen hier natürlich auch ein großes Paket an sogenannten Briefings, alles was so interne Organisationsstrukturen und auch Protokolle angeht.
00:11:29: Wir nennen das SOP Standard Operation Practice.
00:11:32: Das ist quasi etwas wie ein Verhaltensprotokoll zu verschiedenen Fällen, die eintreffen können.
00:11:37: Da geht's um Kommunikation Da geht es um medizinische Einsätze, um Protokollierungen, um Umgang mit Medien etc.
00:11:45: Und da kriegen die wirklich hier eins zu eins ihre Briefings bevor sie in Einsatz gehen.
00:11:50: Was wir zusätzlich machen ist dass wir sogenannte Hostel Environment Awareness Trainings für unsere Einsatzkräfte geben
00:11:57: Das heißt HEAT.
00:11:57: Ich habe
00:11:57: mich vorhin schon gefunden was
00:12:00: ein lustiger Zufall
00:12:01: Ja genau fast wieder zu Hitze schürt.
00:12:04: Genau das heißt HEat abgekürzt und ist so ein gängiger Begriff.
00:12:07: und auf dem freien Markt gibt es auch unheimlich viel Heats, die über Bundeswehrpolizei etc.
00:12:11: angeboten werden?
00:12:12: Wir finden diese Angebote überhaupt nicht passendlich für unsere Einsatzkräfte!
00:12:17: Wir trainieren in diesen Heats nicht.
00:12:18: wie verhalte ich mich wenn ich entführt werde und gefoltert?
00:12:21: das passiert oft in diesem Deeds den man so auf dem freien Markt
00:12:25: Genau,
00:12:28: das wird dann so trainiert.
00:12:30: Ich denke ja immer wenn ich entführt werde mache ich was mir gesagt wird.
00:12:33: aber genau kann man scheinbar auch trainieren oder denken.
00:12:35: also sehen einige Leute so dass man das auch traineren kann?
00:12:38: Was wir machen unterscheidet sich massiv von diesen Hits die ich gerade kurz beschrieben habe.
00:12:44: Wir schicken unsere Einsatzkräfte in ein Szenario, in ein viertägiges und bedienen uns da so'n bisschen dem Live-Action.
00:12:52: Roleplay das heißt kurz Lab Und für die Leute, die das nicht kennen Das sind erwachsene Menschen Die über Tage sich auch in Rollen gehen und dann zum Beispiel In einer Endzeit statt leben.
00:13:03: oder eine Zombieapokalypse.
00:13:05: Weißt
00:13:05: du wann ich das mal gehört hab?
00:13:06: Ich habe ne Freundin Die hat so was, glaube ich mal gemacht mit irgendwelchen Freunden.
00:13:11: Es geht zu Menschen?
00:13:12: Ja!
00:13:12: Die
00:13:12: gesagt haben hey lass das doch mal machen.
00:13:14: und die waren dann irgendwo im Nürnboar und es hat irgendwie geregnet und die haben Zombieapokalypse gespielt.
00:13:20: unsere Freundin hatte sich damals wirklich länger darüber Gedanken gemacht ob sie das macht oder nicht.
00:13:23: völlig bekloppt ist.
00:13:25: Und ich hab nachher, nachdem sie noch erzählt hat, was da passiert ist, gesagt so.
00:13:29: Ja, ist das?
00:13:29: Ich hab sowas aus Spaß.
00:13:31: Okay!
00:13:32: Aber wenn ihr das macht, no offense jeder hat seine Hobbys.
00:13:35: Ihr macht es nicht als Hobby, sondern trainiert quasi einfach
00:13:37: ... Wir trainieren Einsatzkräfte.
00:13:39: und das uns dabei auch unterscheidet von den gängigen Heats, dass wir versuchen da ein bisschen Kultursensibilität reinzubringen.
00:13:46: Weil ihr könnt euch vorstellen wie oft die bösen Menschen in solchen Heats dargestellt werden.
00:13:50: Das hatte oft ganz rassistische Komponenten.
00:13:56: und da wollen wir uns ein bisschen humoristisch was entgegensetzen.
00:14:01: Und da wir ja nun mal hier in Berlin sind, auch viele von uns deutsche weiße Kartoffeln, haben wir gedacht, bedienen wir uns doch mal dem kulturellen Erbe, das wir so mitbringen.
00:14:10: Wir spielen ein christlich-fundamentalistisches Lunch, in dem quasi angegriffen wird.
00:14:16: In dem auch weil wir hier in berlin sind natürlich Techno ein Thema ist und in dem auch natürlich zivil bevölkerungen Themen als aber auch dieser Glaube eben.
00:14:24: Und wir sind wirklich dann in diesen vier Tagen dabei mit lokalen Menschen, die hier lokale Angestellte dann auch spielen.
00:14:30: Mit den Menschen wirklich in Beziehung zu gehen und denen ja wirklich ein Szenario zu präsentieren.
00:14:34: Das natürlich wenn man das so erzählt auch einen Augenzwinkern hat.
00:14:38: Ein bisschen witzig ist, wenn dann noch eine Nonne plötzlich auftaucht und Mönch und eine christliche Influencerin.
00:14:44: also wir bedienen uns da natürlich sehr humoristischen Akzenten aber dass es tatsächlich ein Training in dem wir unfassbar viel erwerben ist.
00:14:53: des Namens, Awareness oder Ideen schaffen was in einem Einsatz eigentlich passieren könnte wo die Gefahren liegen und wo auch die persönlichen Grenzen sind.
00:15:02: Und unser Hauptthema in jedem Heat ist Gruppendynamik!
00:15:06: Wir schaffen es immer diese Menschen dazu zu bringen so gestresst zu sein und dann noch miteinander quasi sich organisieren zu müssen dass auf jeden Fall alle Menschen danach wissen.
00:15:16: wo ist meine Grenze, wenn ich mit zwanzig Leuten in einem Raum arbeiten schlafe.
00:15:21: Beschossen werde im Anführungszeichen wir schießen nicht wirklich auf die Leute.
00:15:24: Wir haben aber immer so Momente wo natürlich auch evakuiert werden muss, wo es geschältert werden muss.
00:15:29: also wir bringen sie wirklich in eine Situation die unfassbar anstrengend ist indem wenig geschlafen wird, wenig gegessen und unheimlich viel gearbeitet organisiert und kommuniziert werden muss sich gestrittenen wird, sich wieder vertragen wird oder auch nicht.
00:15:41: und das sind so die Dinge die wir wirklich sehr intensiv hervorrufen in dem wir uns diesem Lab-Element bedienen.
00:15:50: Okay, ich finde also irgendwie hat das humoristische Elemente natürlich aber ehrlich gesagt, also so mein christlicher Fundamentalismus.
00:15:56: soweit sind wir davon jetzt in manchen Ländern auch nicht weg und ich habe so ein Handmaidstail gedacht.
00:16:00: Also es ist ja vom Präzipeterszenario.
00:16:03: Spannend.
00:16:04: Diese Trainings, wer macht die?
00:16:06: Kann die jeder machen?
00:16:07: Ist das was, was ihr exklusiv für die Leute macht, die in eure Einsätze fahren um sie darauf vorzubereiten oder wer... Was ist
00:16:14: es?
00:16:15: Unsere Einsatzkräfte sind absolut eingeladen quasi an diesem Training teilzunehmen.
00:16:19: Wir bieten das Training dann für Medizinerinnen und für Tech-Logs also technisch logistische Einsatzkräften an Und dementsprechend bespielen wir das Szenario auch.
00:16:28: Also muss da eine Infrastruktur geschaffen werden.
00:16:30: Dafür brauchen wir Tech-logs.
00:16:31: Es wird ein Trauma stabilisieren Also eine Art Emergency Room.
00:16:35: aufgebaut und dann ja auch bespielt.
00:16:37: Das heißt, wir brauchen medizinisches Personal, dass das auch weiß.
00:16:40: wie kann ich Notfall versorgen?
00:16:42: Wie kann ich beatmen?
00:16:43: Also wir haben auch Puppen dafür die beatmet werden können, die intubiert werden können den Infusionen gelegt werden können.
00:16:49: aber wir haben immer unheimlich viele Statistinnen, alle zwei Monate sich freuen es sie wieder als Voluntiles hier unterstützen können ist auch sehr schön macht auch sehr viel Spaß und gleichzeitig haben wir aber auch immer Journalisten mit dabei.
00:17:01: Die kommen über andere Förderungen selber kümmern, also Menschen die quasi von extern kommen müssen leider für das Heat bezahlen.
00:17:08: Weil wir das natürlich nicht über die Gelder, die wir dafür zur Verfügung gestellt bekommen haben auch für an externe anbieten können.
00:17:14: aber wir laden auch immer gerne externer ein und es mit den Journalistinnen macht so ein besonderes Flair in diesem Training weil sie gehen ja mit einem humanitären Auftrag in den Einsatz Aber haben eine ganz andere Idee und das ist natürlich auch etwas was wir unheimlich gut bespielen können.
00:17:29: Also Medien sensibilität Sicherheitsaspekte ne?
00:17:31: Weil die wollen berichten, die wollen Fotos Und unsere Einsatzkräfte wollen Sicherheit und möglichst auf ein Kognito quasi diesen Einsatz durchleben.
00:17:40: Da spricht so ein spannendes Thema an mit den Journalisten, das war tatsächlich vorhin mein Gedankelischer auch schon.
00:17:45: Wir haben ja auch schon paar mal darüber gesprochen.
00:17:46: gerade Gaza ist ja ein Thema also grade auch Berlin aber aufsonst darüber speitet sich die Welt.
00:17:53: meine letzte Podcastfolge kleiner Hinweis hier die super spannend hört ihr euch gerne an mit voll Kartonlauf.
00:17:58: Die ist über Desinformationen und wie gerade in Krisen wenn man nicht weiß was los ist sich dessen Informationen ausbreitet.
00:18:05: Das bringt ja gerade Einsatzkräfte echt auch in Gefahren, ist das was ihr vor Ort erlebt?
00:18:10: Was womit ihr euch als Organisation beschäftigt und mitbekommt?
00:18:13: Also tatsächlich sagen wir zu unserem Einsatz im Gaza dass wir da auch überall zwischen den Fronten stehen und standen und es sich das natürlich auch extrem auf unsere Berichterstattung beziehungsweise auf die Kommentarspalten unserer Bericht erstattungen ausgewirkt hat.
00:18:27: und dort haben wir auf jeden Fall massive Desinformatione in den Kommentaren.
00:18:30: also da kann jeder Mensch reinschreiben.
00:18:32: Dementsprechend stehen da manchmal Dinge drin, die sind unfassbar.
00:18:35: Wir versuchen das natürlich ein Stück weit zu moderieren und wir versuchen mit unseren Einsatzkräften, die ja international sind wo auch sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema natürlich vorhanden sind.
00:18:45: Wir versuchen wirklich mit den Einsatzkräftens das auch zu besprechen dass gewisse Informationen auch einfach gefährlich sind also dass du dann Social Media Account vielleicht in Gaza nicht bespielst.
00:18:54: Das kannst Du machen wenn Du zurück bist aus GASA.
00:18:57: Du musst wirklich schauen.
00:18:58: Also wir müssen wirklich in den Briefings, in den Medial Briefings so etwas besprechen und teilweise mit denen auch mal die Social Media Accounts die persönlichen durchgehen, einfach um zu schauen dass gewisse Sachen nicht potenziell unseren Einsatz gefährden.
00:19:11: Und das ist ein bisschen das wo wir ja was unsere Aufgabe ist.
00:19:15: Desinformationen an sich können wir insofern etwas entgegensetzen, dass wir an die richtigen Stellen Information von vom Infield quasi von vor Ort an die richtigen Stellen weiter tragen.
00:19:27: Wir können dokumentieren, um mögliche Kriegsverbrechen vielleicht auch zukünftig mit aufzuklären.
00:19:32: Aber das ist was wir können und das ist das wo wir so ein bisschen mit diesem Thema Desinformation natürlich auch in Kontakt kommen.
00:19:40: aber wir sind jetzt nicht aktiv dabei oder es gehört nicht aktiv zu unseren Aufgaben dem etwas entgegenzubringen.
00:19:46: Das schaffen wir natürlich auch von Kapazitäten her gar nicht.
00:19:49: Also was ja MSF zum Beispiel oder auch das Deutsche Rote Kreuz, auch das Internationale Kreuz her auszeichnet.
00:19:55: Was wir ja auch sehr stolz sind und so ein bisschen vor sich her tragen ist diese Neutralität gegenüber, was auch immer, weil du wirklich humanitäre Hilfe leisten kannst.
00:20:03: Ihr seid jetzt politisch relativ eindeutig sehr weit links, also links ausgerichtet.
00:20:10: Wie ist es in Einsätzen?
00:20:11: Weil funktioniert das?
00:20:12: Oder seid ihr quasi formell da... Also seid natürlich neutral oder auch Ukraine, ne?
00:20:18: Ich sage mal aus meiner persönlichen Meinung.
00:20:21: Es gibt ein Aggressor und es gibt einen Opfer.
00:20:23: Und ihr seid auf der Seite des Opfers.
00:20:24: aber wenn da jetzt russische Soldaten verletzt sind gehe ich davon aus die würdet ihr auch ins Krankenhaus bringen.
00:20:29: Wir halten uns da ganz streng an die humanitären Prinzipien Also genau dieses, nämlich in dem Moment wo ein Mensch verletzt ist und das kann ja auch ein Soldat sein.
00:20:37: Aber in diesem Moment muss er von uns versorgt werden.
00:20:40: Das ist das, wo man nicht ihre Prinzip.
00:20:41: Du beginnst als Zivilist wenn du verletzst bist auch als Soldat und dementsprechend halten wir uns da wirklich an diese Prinzipien was auch wiederum ein Stück weit dafür sorgt es gewisse Diskussion weil wie du schon meintest hier sind viele linke und auch in den Einsätzen sind Linke und das rahmt natürlich so ein bisschen auch Diskussionen.
00:21:00: also Wir haben quasi dadurch ganz gute Basis, auf der wir arbeiten können und diskutieren kann man dann ja auch außerhalb des Einsatzes wieder vor Ort.
00:21:08: Haben wir einen ganz klaren Auftrag und an den halten wir dann auch fest.
00:21:13: Alles
00:21:13: klar!
00:21:15: Genau anders kannst du ja gar nicht gehen.
00:21:17: Okay.
00:21:18: Und was ich, also wie wir ja jetzt zusammengekommen sind für beiden ist das, dass wir zusammen auf dem Podium saßen bei der Republikan und über etwas komplett anderes gesprochen haben ... Das fand ich total spannend, weil wir haben dort über Community Resilience geredet und darüber, wie wir leben in dieser Metacrise, Pandemie-Klimakrise, Demokratiekrise, Energiekrise... Wir können es alles so weiterführen.
00:21:40: Es kriselt endlos!
00:21:42: Es wird auch perspektivisch einfach nicht besser werden.
00:21:45: Wir haben da drüber geredeht.
00:21:47: Wie können wir uns als Gesellschaft auch in Europa an Deutschland schützen?
00:21:53: Das finde ich mega spannend, was ihr macht.
00:21:56: Ich kenne auch niemanden, der das auf die Atemweise macht.
00:21:59: Wir sind quasi an der Front im Krieg und wir übersetzen was wir da lernen für die Bevölkerung hier vor Ort.
00:22:05: Das können wir eigentlich mitnehmen.
00:22:06: Ich hab das schon ein paar Mal von Menschen ohne Grenzen und vom Internationalen Rot-N-Kreuz gehört.
00:22:11: dieses Wenn ich arbeite v.a.
00:22:13: im Bereich Klima, wenn wir so gucken auf Gott es wird heiß und es wird alles schlimm.
00:22:17: und was machen wir in einer Hitze Krise?
00:22:18: Die Hilfsorganisation sagen also aus der humanitären Hilfe Wir können einfach jetzt mal von unserem hohen Ross runtersteigen und einfach lernen aus diesen Regionen.
00:22:29: Und das finde ich mega cool, dass genau was ihr auch macht.
00:22:32: Ihr übersetzt es und macht also auch Projekte mit lokalen Communities hier in Europa, also hier in Berlin auf jeden Fall noch woanders in Europa oder erstmal Berlin?
00:22:40: Also wir hatten jetzt unseren allerersten... Also wir machen ganz viel schon im Bereich!
00:22:44: Wir haben ja zum Beispiel auch letzten Sommer diesen Solipreping-Kongress an der TU hier in Berlin stattfindet.
00:22:50: Also haben wir organisiert.
00:22:51: Ja und ich
00:22:51: da gleich mal reingrede.
00:22:52: Findest du dieses Jahr eigentlich wieder schön?
00:22:55: Also der findet dieses Jahr nicht wieder statt, das war so ein bisschen unser Auftakt sich mal dem Thema zu nähern und wirklich viele Akteurinnern die sich vielleicht gar nicht unter den Begriff Soliprapping bis dato gefunden haben.
00:23:08: Wir hatten dann unterschiedliche Panels mit ganz unterschiedlichen Menschen zu IT was zu extremen Werte aber auch zur Rechtsruck zu Desinformationen und hatten da wirklich so ein ganz breites Spektrum an Meinungen und Ideen.
00:23:20: und es war total spannend mal zu verstehen Dieser Begriff Prepping, der ja wirklich sehr geframed ist durch so Rechte, Survival auf so Fittes.
00:23:29: Genau ich sehe da so ein Make America Grape.
00:23:31: Sehr muskulös
00:23:32: oder
00:23:33: noch Bier in der Hand,
00:23:34: der sich
00:23:35: seinen eigenen
00:23:36: Bunker gebaut hat vor seiner Konservenwurst.
00:23:40: Und bei uns war es ein bisschen die Idee mal zu schauen was gibt es für solidarische Konzepte?
00:23:46: Was gibt's für Ideen und wie kann man das besprechbar machen?
00:23:50: Das ist unser Auftrag.
00:23:52: gewesen, sich dem Thema mal anzunähern.
00:23:54: Und das trägt unter mich Früchte!
00:23:55: Weil ich meine man muss es ja nicht unbedingt Soliprapping nehmen aber sich solidarisch vorbereiten... Also Soliprapmen heißt ja am Ende sich solidarisch vorbereiten.
00:24:02: Aber wer ist denn schon miteinander vorbereitet?
00:24:04: Es gibt die Nachbarschaftszentren, es gibt die Tafe und die Vereine und so ein bisschen mal sich das anzuschauen zu überlegen.
00:24:10: Guck mal was gibt es für Strukturen Und wie sind die eigentlich auch schon mal so vorbereitet auf gewisse Dinge?
00:24:15: Wie kann dieses Wissen eigentlich auch vernetzt geteilt werden.
00:24:19: So sind wir da ein bisschen rein.
00:24:21: und dann natürlich vor diesem Hintergrund, dass ... Technisches Know-how und Menschen hier haben, die natürlich auch zu diesen ganzen Klima- und Katastrophenschutzgeschichten unheimlich viel technisches und praktisches Wissen haben.
00:24:32: Und am Ende das mal zusammenzudenken und zu überlegen wie können wir eigentlich zivilen Katastrofenschutz, zivile Resilienz?
00:24:38: Wie kann man das eigentlich mal so ein bisschen größer denken und miteinander in Kontakt?
00:24:42: nicht jede von uns möchte gerne Mittwochabend beim Stammtisch der Freiwilligen Feuerwehr sein, aber vielleicht möchte man wissen wie man einen Waldbrand löscht.
00:24:50: und das Wissen ist ja alles kein Hexenwerk.
00:24:51: Das kann jeder besoffen.
00:24:53: Ich komme vom Dorf ich darf das sagen, es kann jeder Besoffene Dut aus der Bushaltestelle, wenn er seit sechs Jahren bei der Freiwilding Feuerwehr ist so.
00:25:00: Und das sind ein bisschen die Ideen wo wir sagen fangen wir doch mal an zu schauen weil du hast gerade gesagt dass wir hatten jetzt einen ersten kleinen Pilot Workshop zusammen mit Kreisler eV in der Wutzkirche in der Insel-Einkaus-Passage und haben dann mal versucht, Nachbarschaftskommunität so ein bisschen zu aktivieren.
00:25:16: Und die zusammenzubringen und mit denen zu überlegen was bedeutet Resilienz?
00:25:21: Was muss ich wissen, was muss sich haben, was muß ich lernen?
00:25:23: wie gehe ich mit Nachbarinn in Kontakt?
00:25:25: Wie können wir uns vielleicht auch im Alltag sowieso mal ein bisschen besser vernetzen damit ich mal für Oma Erna paar Einkäufe mitbringe?
00:25:33: oder wie schaffe ich das eigentlich auch mal über Ängste und Sorgen zu sprechen?
00:25:36: Und dann da auch zu merken, also wir hatten natürlich auch Menschen dabei.
00:25:39: Die waren einst arg gepreppt aber alleine und hatten dann aber Interesse auch mal jemanden zu erklären was habe ich, was macht denn... Was brauche ich eigentlich alles?
00:25:47: und hat dann auch erklärt wieso ein Kurbelradio funktioniert und alle waren ganz begeistert und haben so zuhört.
00:25:51: Ich hab jetzt auch einen Zeitkreus.
00:25:53: Das war einfach schön zu erleben weil du viele Menschen ja auch abholen kannst die de facto sonst in eine komische Richtung gehen, weil oft ist natürlich auch Einsamkeit und Angst ne schöne Kombination um von demnächst besten Reichsbürger oder Nazi abgegriffen zu werden.
00:26:08: Und ich glaube das ist so ein bisschen das was wir gerade versuchen miteinander zu denken.
00:26:11: wie kann man Menschen unterschiedlichster Kulör sagt man immer ganz komischer Begriff?
00:26:15: Wie kann man eigentlich, weil?
00:26:16: die Ängste und Sorgen sind sehr ähnlich aber der Umgang damit ist halt sehr unterschiedlich!
00:26:21: Wir sehen zum Beispiel grade bei Menschen die geflüchtet sind oder schon mehr Bedrohung durch den Rechtsbrug erfahren, die sich Communities miteinander vorbereiten.
00:26:32: Wie Menschen und migrantische Menschen sich untereinander sogenannte Notfalllisten schreiben?
00:26:37: Was muss ich alles in mein Notfallköfferchen packen?
00:26:41: Wie kann ich mich schnell vernetzen wenn hier irgendwie das doch schneller mit der AfD?
00:26:45: passiert, wie kann ich flüchten?
00:26:47: Wo kann ich hin?
00:26:48: Wie viel Bargeld sollt' dich
00:26:49: beimetragen?".
00:26:49: Das sind alles Dinge die passieren.
00:26:51: Also Menschen bereiten sich vor je nachdem wie hoch die Bedrohungssage ist.
00:26:55: Menschen mit Diabetes bereiten sie sich innerlich auch schon mal ganz anders vor Mit der Idee, wie können meine Medikamente kühlen?
00:27:01: Wie das Thema Hitzeschutz.
00:27:02: Ich glaube ihr Betroffener du bist von potenziellen Krisen oder Krisen die schon irgendwie da sind, desto mehr bereitest du dich ja vor.
00:27:08: Ja
00:27:09: und es geht ja am Ende auch um dieses Thema Es gibt Menschen die können sich halt nicht gut schützen.
00:27:13: und je mehr sich die Bevölkerungsgruppen schützen, die sich schützen können.
00:27:16: Umso eher sind auch staatliche Systeme entlastet so dass man in Krisen- und Katastrophensituation dann quasi die staatlichen Systeme für die Bevölkerung oder Menschen nutzen kann Weil sie arm sind, weil sie die Sprache nicht sprechen.
00:27:30: Weil Sie eine Behinderung haben und krank sind – was auch immer!
00:27:34: Da auch die Ressourcen für da sind.
00:27:36: Kannst du mal ein Beispiel nennen?
00:27:37: Was du sagst okay das ist etwas, das habt ihr an der Front gelernt und das könnten wir hier aber eigentlich auch... irgendwie alle ganz gut wissen.
00:27:46: Also ich finde ein Beispiel total spannend, also gehen wir noch mal in Nordirak oder nach Rojava wo zum Beispiel in jedem Dorf klar ist, welcher Mensch welche Blutgruppe hat?
00:27:56: Weil einfach natürlich bei schweren Beschuss und knappem Blutreserven ist es natürlich tolles wenn man weiß, welche Bluttgruppen haben wir hier im Ort verteilt?
00:28:04: Und das sind so... Das ist jetzt ein dolles Beispiel!
00:28:06: Aber das macht ja total Sinn weil wer kennt denn hier seine Blut-Gruppe?
00:28:09: Ich melde mich.
00:28:10: Und wer könnte dann zwei für zwei?
00:28:12: Und da sind glaube ich so Sachen.
00:28:14: Neulich hatte jemand in einem Workshop die Idee, und die ist wahrscheinlich auch nicht ganz neu.
00:28:18: Aber sich auf die Briefkästen kleben für was kannst du dich bei mir melden?
00:28:21: Mit so kleinen Stickern hier bei mir kannst du ... Wenn dein Kühlschrank mal ausfällt, kannst du deine Sachen vorbeibringen oder wenn du mal Hilfe beim Einkaufen brauchst, kannst ich bei dir melden.
00:28:33: Und jetzt diese Blutgruppe das ist ja übertragbar!
00:28:37: Du kannst ja ganz viele Informationen an den Briefkäften haben, du kannst mit deinen Nachbarn ins Gespräch kommen was wir in der Ukraine sehen, was wir im Sudan gibt es sogenannte Immersionssyrems.
00:28:48: Das sind Grasrules, das ist die Sehwebevölkerung, die überall im Sudan Immersion Syrems machen.
00:28:54: und in diesen Immersionen-Syrems sind selbstorganisierte Orte wo es medizinische Versorgungen gibt, wo es etwas zu essen gibt für die, wo's Bildung gibt, Wo es Zugang zur Information gibt.
00:29:03: Und das sind nicht staatliche Organise.
00:29:05: Die sind auch nicht besonders beliebt weil sie natürlich, na die stehen da zwischen den Freunden im Bürgerkrieg Aber die tun sich zusammen die Menschen und die versuchen irgendwie dem ganzen Schrecken was entgegenzusetzen.
00:29:16: Und das sind die Dinge, wo ich da kriegst gänsehaut wenn ich darüber rede weil das ist dort das, wo wir mal hinschauen müssen und wo wir auch hier in Deutschland genug... Hier sind so viele Menschen aus schlimmsten Kriegen und Krisen geflüchtet sind, die unsichtbar gemacht werden, die ihnen die Heime gesteckt werden und auf ihrer Abschiebung warten müssen.
00:29:32: Das sind aber de facto die Menschen, die zum Beispiel beim Stromausfall in Steglitz sofort organisiert haben und sofort solidarisch waren Weil sie das ja kennen, die bringen unheimlich viel Wissen mit.
00:29:45: Natürlich schlimm warum Sie dieses Wissen haben aber warum schützen wir nicht diese Menschen und nehmen sie auch in dem war was sie an Unterstützung leisten können und wollen?
00:29:55: Und warum lernen wir nicht von den Menschen die de facto ganz andere Erfahrungen schon mitbringen?
00:29:59: Ich finde das ein ganz wichtigen Punkt den du gerade gesagt hast nämlich sich zu trauen, rauszufinden welche Ressourcen wir eigentlich haben und die dann auch zu nutzen.
00:30:08: Weil wir reden oft über staatlichere Strukturen, wir reden vielleicht noch über Hilfsorganisationen aber wirklich zu sagen so hey!
00:30:13: Wir sind richtig viele Leute und wir sind richtig viel Leute, die richtig viel können und richtig viel wissen und in dieser individualisierten Gesellschaft ist uns das halt total abhandengekommen.
00:30:22: ja also ich meine auch in Deutschland... Also auch schon als ich aufgewachsen bin im Dorf von meinen Großeltern da kannte jeder jeden und Heinz hat den halt angerufen um zu reparieren Wirklicherweise auf vielen Dörfern in Deutschland immer noch so sein.
00:30:34: Aber ich finde diese Konzentration auf Community Resilience wirklich zu sagen, hey wie können wir uns schützen?
00:30:38: Das ist auch eine Gelegenheit und ich wiederhole eigentlich nur was du gesagt hast.
00:30:44: Eine Gelegenkeit Einsamkeit zu bekämpfen, auch Generationenkonflikte aus unserem Bubbles rauszukommen... und mehr miteinander ins Gespräch zu kommen.
00:30:54: Und zu sehen, so ey wir haben hier eigentlich das gleiche Ziel nämlich alle sicher und gemeinsam und in Frieden und Glücklich zu leben.
00:31:00: Das ist ja dann total demokratisch stärkend und das ist vielleicht abschließend noch ein Punkt über den ich nochmal mit ihr sprechen wollte.
00:31:05: Wir haben es jetzt schon angedeutet.
00:31:06: Ein paar Mal die AfD und nicht nur die AfD auch wirklich rechtsextreme Gruppierungen bauen ja auch gezielt Resilienz-Netzwerke auf im ländlichen Bereich.
00:31:16: Also eine Sache, die ich gelesen habe ansprechen.
00:31:22: Blaue
00:31:22: Wirtshäuser und das ist natürlich, also ich sage mal einerseits ist ja das Ziel des Gleiche wie bei uns.
00:31:28: aber wie schätzt du das ein?
00:31:29: Ist es was... Also sind wir da aus der, ich würde gar nicht mehr sagen aus der linken Blase oder aus der demokratischen Blase zu langsam.
00:31:35: ist es etwas wo wir irgendwie mehr reingehen sollten.
00:31:38: Was würdest du denken was wäre eigentlich gut was wir tun sollten?
00:31:40: Also wir sind viel zu langsam.
00:31:42: Wir beschäftigen uns viel zuviel mit der eigenen Bubble.
00:31:45: Also, weil es gibt ja Konflikte innerhalb linker demokratischer Szenen sag ich mal.
00:31:50: Die gerade so viel Kapazitäten auch fordern das nebenbei lustig die Demokratie abgebaut werden kann.
00:31:58: Wir sind viel zu langsam und wir sind arrogant!
00:32:00: Ich merke das bei mir ganz oft.
00:32:02: Ich komme vom Dorf und sage immer, ich kann somit jedem eigentlich reden.
00:32:05: Gleichzeitig merke ich ja selber dass ich auch gar keine Lust habe mit allen zu reden.
00:32:09: Und das ist auch in Ordnung.
00:32:10: aber man muss sich halt auch mal überlegen wie kann ein bisschen auch trotzdem in Kontakt gehen.
00:32:16: Ich muss ja nicht mit Menschen befreundet sein, wenn ich mich mit ihnen organisiere aber es ist doch schön zu wissen wer wohnt neben mir?
00:32:22: Wer hat auf welches Material Zuhause liegen wird, welches Wissen zu Hause?
00:32:26: und wie können wir das zusammenbringen?
00:32:27: und das heißt nicht Plenum machen oder Großdiskussionen führen sondern einfach mal ganz ganz praktisch werden miteinander.
00:32:34: Ja weil in der Krise, in einer echten Krise also wenn der Strom ausfällt und Bomben auf deine Stadt fallen um nochmal so oft dass wo ihr eigentlich herkommt zurückzugehen Spät ist dann halt einfach nicht so eine große Rolle.
00:32:44: Und je mehr wir das quasi auch einfach vorbereiten, also je mehr da vielleicht eine gewisse Verlässlichkeit miteinander erschaffen wird, desto besser sind wir ja dann auch aufgestellt?
00:32:55: Wenn wir anfangen in der Krise im Stromausfall anzufangen noch Powerbanks aufzulegen... Das ist zu spät.
00:33:03: oder wenn der Strom ausgefallen ist und meine Diabetes-Medikamente nicht gekühlt sind und ich auch nicht weiß wo ich damit hingehen soll und das THW auch noch nicht da!
00:33:11: Also das sind alles Sachen können wir besser und das ging auch schon mal besser.
00:33:14: Deutschland hatte natürlich auch nicht so eine krasse Geschichte wie Ukraine, Ukraine ist ja auch einfach ein zutiefst gebeultetes Land und dass auch schon vorm zweiten Weltkrieg und dementsprechend nehmen wir natürlich war, dass die unheimlich schnell reagiert haben nach der Vollinvasion.
00:33:28: da wurde unheimig geschaut, wie können wir Ressourcen gut verteilen?
00:33:31: Da können alte Menschen Kinderbetreuung übernehmen damit Eltern irgendwie auch in irgendeiner Form etwas tun können um sich zu schützen oder um zu kochen sich zu organisieren und das ist das, was wir in Deutschland nicht können.
00:33:45: Mein
00:33:45: Eindruck ist dass wir gerade versuchen es zu lernen ja?
00:33:48: Das wäre irgendwie an sehr vielen Ecken wird darüber gesprochen.
00:33:50: ich denke das ist auch einer der Gründe warum ihr jetzt erfolgreich seid und sehr stark wachst gerade weil das einfach etwas ist... Naja, in der Erkenntnis der Metakrise.
00:33:59: Jetzt irgendwie ankommt es auch der Grund warum's diesen Podcast gibt weil ich das Gefühl hatte wir müssen häufiger über sowas auch mal reden.
00:34:04: Abschließend würde ich gerne von dir wissen das sollte ich jetzt von mehreren Gästen schon wissen wenn du eine Sache empfehlen könntest die wenn du dir wünscht eine Sache die alle unsere Hörerinnen jetzt tun damit sie sich besser vorbereiten.
00:34:15: was sollte das sein?
00:34:16: Hatt ich mir eigentlich ganz viel zu überlegen, dass es natürlich so ein bisschen weggeflubscht war, weil ich schon so viel geredet habe.
00:34:22: Also schon so viele dazu gesagt hab.
00:34:24: Nein, aber eine Sache die ich total empfehlen kann ist tauscht euch aus!
00:34:28: Das ist das was mir gerade so auffällt, das ist so schön zähneübergreifend.
00:34:33: Es gibt Ängste und Sorgen Und Menschen reagieren da ganz unterschiedlich drauf.
00:34:37: Aber es gibt total den Moment miteinander ins Gespräch zu kommen und zu merken wir kommen aus ganz verschiedenen Ecken sehr ähnlich und auf einmal geht man ganz anders in Kontakt miteinander.
00:34:49: Und ich glaube, das macht wirklich einfach total Sinn.
00:34:51: Sagt öfter mal den Menschen die in der U-Bahn euch nach Geld fragen sagt wenigstens hallo seit seid seid seid einfach mal so ein bisschen ja freundlich menschlicher.
00:35:00: also das sind einfach so Sachen wo ich glaube wir müssen jetzt ganz ganz massiv mehr im Kontakt miteinander gehen.
00:35:06: wir müssen Gespräche fühlen wir müssen mal zuhören wir müssen Mal überlegen warum reagieren Menschen gerade so?
00:35:12: und also das ist glaube ich diese Sache wo ich so merke dass Es ist mir gerade so wichtig, da gebe ich mir gerade besonders Mühe, viele Menschen wie möglich wahrzunehmen und in Kontakt zu gehen.
00:35:20: Das war ein sehr schönes Schlusswort, liebe Anna Lea.
00:35:23: Tausend Dank!
00:35:24: Das fand ich sehr inspirierend und ich bin weiterhin ein großer Fan von KARDUS.
00:35:28: vielleicht zum Abschied hier noch mal?
00:35:29: Wir werden euch natürlich den Link zur Website von Kardus in die Shownoten packen.
00:35:34: KARDOS ist Projekt finanziert zum größten Teil aber ihr dürft natürlich auch spenden.
00:35:39: Genau also spenden geht es gerade für.
00:35:41: unsere Einsätze sind natürlich vom Auswärgen am mitfinanzierten aber dem ganzen Climate Immersion Response und Resilience Part.
00:35:48: das ist so was wir jetzt gerade Aus dem Bodenstemmenschuh.
00:35:51: Ja, und das ist... Ich kann es euch nur sagen ich bin ja hier vor Ort Es ist ein abgefahrender Ort Bis auf die S-Bahn Das ist ein bisschen lustig Die jetzt gerade hier wieder über mich rüber fährt Gibt ihm ganz nochmal schönes Bettlingefühl für mich.
00:36:01: Wirklich, tausend Dank Analea!
00:36:03: Das war wie immer spannend.
00:36:04: Ich melde mich noch mal zurück am Ende der Folge.
00:36:06: Das ist etwas ungewöhnlich Habe ich noch nie gemacht.
00:36:09: Aber ich möchte euch noch was berichten Was passiert ist nachdem ich mit Analeia gesprochen habe.
00:36:15: Und zwar hat sie von diesen Heat Trainings Also Hostile Environment Action Training oder sowas und heißt es genau übersetzt.
00:36:22: Und zufällig war einfach in der Woche, nachdem wir die Aufnahme gemacht haben eins und sie hat mich eingeladen da als Kompassin mit teilzunehmen beim Massenanfall von Verletzten und wirklich mal mitzuerleben wie Carlos diese Trainings macht.
00:36:35: und am Anfang habe ich noch gedacht ja das finde ich eigentlich spannend vielleicht mache ich das auch mal als Teilnehmerin.
00:36:40: Das war aber wirklich total verrückt und für mich eine interessante Erfahrung Wie diese Organisationen wirklich Menschen mehrere tagelnden.
00:36:47: Szenario steckt und das Szenario ist vom Prinzip her der Christliche Gottesstadt Deutschland und Berlin.
00:36:55: Und dort ist dann Kvaltus quasi wirklich in einer Kriegsregion tätig, wir haben da den Masseneinfall von Verletzten gespielt.
00:37:05: Was heißt gespielt dargestellt?
00:37:07: Und was ich wirklich bemerkenswert fand, ist dass die ein großartiges Medical-Team haben bei dem mich dann auch kurz eingesprungen werden.
00:37:15: Die sich sehr genau überlegen, was sind eigentlich die medizinischen Fälle, die dann in so einem Szenario wirklich auftauchen?
00:37:21: und die haben da auch selbst gebaute ja wirklich schwerste Verletzungen, die man sich da aufkleben kann.
00:37:26: Und wirklich das ist sehr realistisch und hat mich mal davon abgesehen, dass es natürlich als Komparsin in so einer Situation spannende Erfahrung ist schon noch einmal sehr entdeckt wie viel krasser einfach die Situation ist, wenn man dann wirklich im Krieg an der Front ist.
00:37:40: Wir haben einen Drohnenangriff mit vielen Verletzten dargestellt und in was für eine Ausnahmesituation sich dann die Teilnehmenden... Wenn man wirklich in so einer Situation ist es kaum vorstellbar.
00:37:55: das zweite Szenario dass wir dann trainiert haben war Evakuierung aus dem Keller und wir haben dann mit so einer Nebelmaschine wirklich den Keller komplett zugeniebelt.
00:38:04: Und es gab auch Lautsprecher, ich habe nichts gesehen da unten.
00:38:09: Es gab dann Lautsbrecher die War Ambience gespielt haben.
00:38:12: das heißt man hat dann wirklich quasi Bomben einschläge und so weiter gehört.
00:38:15: und obwohl ich ja wusste dass ich nicht in so einem Szenario bin war das so lebensrecht dass sich in der halben Stunde in der ich im Keller saß und gewartet habe dass ich jetzt quasi evakuiert werde Ja, auch wirklich dachte ich finde das jetzt hier gerade schon beklemmend und hat mir einfach noch mal klargemacht was Cardus eigentlich für eine abgefahren gute Organisation ist.
00:38:35: Das sieht es in dem Ausmaß hier wirklich trainieren in Berlin und gleichzeitig auch was für ein Glück wir eigentlich haben und wie privilegiert wir eigentlich sind.
00:38:45: ja und dass wir umso mehr schauen müssen ja das werden den Regionen helfen und gleichzeitig schauen, dass wir uns selber einfach so gut wie möglich vorbereiten und nie vergessen, dass die Situation in der wir sind ein großes Privileg ist.
00:39:00: Ja das vielleicht noch mal als Nachgang.
00:39:02: auch als Freiwillige an diesen Trainings kann man bei KADUS quasi mithelfen und teilnehmen.
00:39:08: da werden freiwillige immer gern gesehen und gesucht.
00:39:11: meldet euch einfach bei kados wenn ihr daran Interesse habt in den show notes wie gesagt der link zur website auch eine email wenn ihr an Carlos Geld spenden wollt, damit die das einfach besser und noch mehr umsetzen können dann gerne auch das dort machen.
00:39:25: Beim nächsten Mal geht es um ein komplett anderes aber auch extrem spannendes Thema und zwar habe ich zwei Wissenschaftler zu Gast, die an der Universität des Saarlandes forschen an Klimaanpassung oder Anpassungen bei Leistungssportlern und wir werden die Frage diskutieren ob sich Männer und Frauen unterschiedlich an Hitze anpassen können.
00:39:48: Und was das mit dem Hormonhaushalt zu tun hat?
00:39:50: Und ob man eigentlich Studien anders durchführen müsste oder sich als Frau anders auf Hitzeeignisse vorbereiten müsse als menschliche Person.
00:39:59: Das wird sicher spannend und kontrovers, damit sind wir für heute fertig!
00:40:03: Wenn euch das gefallen hat dann freue ich mich sehr gerne wenn ihr diesen Podcast fünf Sterne gebt auf welcher Plattform auch immer und was nettes kommentiert und meldet euch sehr gerne auch mit Fragen oder Rückmeldungen zu dieser Folge bei mir.
00:40:16: Ich freue mich da immer auch über Austausch dazu.
00:40:18: Dann danke nochmal lieber Anna Lea.
00:40:20: Ich danke dir
00:40:21: Und bis bald Tschüss.
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